Warum?
Die Erfahrungen im Projekt zum Aufbau kommunaler Jugendhilfe-strukturen
im Landkreis Ravensburg in den letzten 3-4 Jahren aber auch die Entwicklung
in der Vereins- und Verbandsjugendarbeit haben gezeigt, dass sich das
Engagement von Jugendlichen und die Bedür-fnisse, die Jugendliche
an ihr Lebensumfeld stellen, in den letzten Jahren gewandelt hat.
Immer jüngere Jugendliche fordern „ihren Platz“ ein,
Jugendliche, die sich in den Vereinen über Jahre hinweg ehrenamtlich
engagieren, werden seltener.
Vielmehr sind Jugendliche bereit, sich in begrenzten Zeiträumen für
die Anliegen zu engagieren, die für sie aktuell sind, um ein positives
Gefühl zu ihrem Lebensumfeld zu entwickeln.
Die Nachfragen machen zum einen deutlich, dass Jugendliche selber Unterstützung
und Ansprechpersonen brauchen zum anderen aber auch, dass die ehrenamtlich
Tätigen JugendleiterInnen in der Vereins- und Jugendgruppenarbeit
hauptamtlich professionelle Unterstützung und Begleitung benötigen.
Darüber hinaus gilt es die Lebensbedingungen und das Lebensumfeld
von Familien in den Gemeinden insgesamt in den Blick zu nehmen und attraktiv
zu gestalten. Insbesondere Spielplatzgestaltungen, Plätze, Treffmöglichkeiten
für Jugendliche, Verkehrswegeplanung, aber auch Freizeitangebote,
Betreuung von Kindern und Jugendlichen, Angebote für Familien etc.
sind hier mit der Beteiligung von Betroffenen zu gestalten.
Ziele der Kinder- und Jugendbetreuung:
Bestandsaufnahme der Kinder- und Jugendarbeit vor Ort.
Qualitative, kontinuierliche und bedarfsgerechte Weiterentwicklung der
Kinder- und Jugendarbeit in der Gemeinde unter Berücksichtigung der
unterschiedlichen Lebenslagen von Mädchen und Jungen. Einbeziehung
der Situation und Angebote für Familien, Weiterentwicklung kinder-,
jugend- und familienfreundlicher Strukturen.
Vernetzung der verschiedenen Einrichtungen der Kinder- und Jugendarbeit
vor Ort z.B. durch die Einrichtung eines „Runden Tisches“
mit Beteiligung von Schule, Gemeinde, Jugendamt, Vereinsjugend-arbeit,
kirchlicher Jugendarbeit, Elternvertretung, Jugendlichen etc...
Entwicklung geeigneter Partizipationsformen für Kinder- und Jugend-liche.
Unterstützung und Förderung aller Formen außerschulischer
Kinder- und Jugendarbeit, also Vereins- und Verbandsjugendarbeit sowie
vor allem offene Jugendarbeit.
Inhalte:
Zu den Aufgaben, des/der Kinder- und Jugendbeauftragten für Ebersbach-Musbach
gehören:
Ansprechperson für Kinder- und Jugendliche am Ort, Bindeglied zur
Gemeinde
Durchführung von Jugendforen/ Jugendhearings/ Fragebogenaktionen/
anderen Beteiligungsmethoden für Kinder- und Jugendliche
Unterstützung des ehrenamtlichen Engagements in der Vereins- und
Verbandsjugendarbeit z.B. durch die Organisation von Fortbildungs-angeboten
vor Ort (zu Aufsichtspflicht, Jugendschutz, Zuschüsse o.ä.).
Initiierung eines „Runden Tischs“ von allen in der Kinder-
und Jugendarbeit Aktiven (Initiativen, Vereine, kirchliche Jugendarbeit,
Schule etc.)
Unterstützung der Kooperationsmöglichkeiten zwischen Jugendarbeit
und Schule.
Beratung und praktische Begleitung von Treffmöglichkeiten (z.B. Entwicklung
eines Betriebs- und Betreuungskonzepts für einen Jugend-treff), Initiierung
und Durchführung von Projekten (Jugendwoche, Ferienprogramm, Gewaltprävention
u.a.)
Entwicklung neuer und bedarfsgerechter Angebotsformen (z.B. neue Medien)
Verkehrs- und Bebauungsplanung (Möglichkeiten der Beteiligung von
Eltern, Kindern und Jugendlichen bei der Planung von Baugebieten, Spielplätzen
etc.)
Angebote für Familien, Bedarfserhebung, Unterstützung von Initiativen
Das Aufgabenprofil in der Gemeinde wird unter Berücksichtigung des
zeitlichen Rahmens und der örtlichen Situationen geregelt.
Ausgangssituation vor Ort
Unterstützung und Begleitung der Jugendlichen bei der Leitung der
Jugendräume (Regeln, Öffnungszeiten, Leitungsteam, Kasse). Ziel
ist die möglichst eigenständige Leitung durch die Jugendlichen.
Berücksichtigung der Bedürfnisse von jüngeren und älteren
Mädchen und Jungen.
Kontaktaufnahme zu den JugendleiterInnen der Vereine. Evtl. Planung gemeinsamer
Aktionen, Projekte, Ferienprogramm.
Vernetzung der Institutionen vor Ort (Schulen, Vereine, Jugendarbeit,
Gemeinde, Wohnanlage, Familientreff etc.) evtl. durch die Einrichtung
einer Kommunalen Arbeitsgemeinschaft mit dem Ziel der Entwicklung einer
Kinder- , Jugend- und familienfreundlichen Gemeinde.
Kooperationsmöglichkeiten zwischen Jugendarbeit und Schule (gemeinsame
räumliche Nutzungen, Angebote im Jugendtreff/ in der Schule.
Veranstaltungen von Jugendforen.
Koordinierung gemeinsamer Veranstaltungen.
Tag der offenen Tür, Disco, Veranstaltungen der Vereine für
die Jugend sollen helfen, bestimmte Projekte finanzielle zu unterstützen
z.B. Zuschuss für Zeltlager usw.
Dauer
Die Jugend- und Kinderbetreuung ist unbefristet. Von einem Bestand von
5 Jahren wird vorläufig ausgegangen. |